Archiv / Bibliothek

Vergänglichkeit und Vergessenwerden sind dieRedecker, altes Foto, von Rolf Meier
beiden Stadien des Todes eines jeden Menschen. Das schrieb der sich für den Alten Friedhof sehr engagierte Karl-Heinz Oldag in einem Zeitungsartikel, der im Schweriner Express am 12.12.1990
abgedruckt wurde.

 

 

Ein Archiv kann nicht gegen die Vergänglichkeit der Menschen wirken, wohl aber gegen das Vergessenwerden. Und das ist die Motivation des Fördervereins ein Archiv zu Personen, die auf diesem Friedhof bestattet wurden, aufzubauen.

Auf dem vor 151 Jahren geweihten Domfriedhof am Obotritenring finden wir unter alten Bäumen unzählige alte Grabanlagen. Die Inschriften auf außergewöhnlichen oder auch schlichten Grabmalen beeindrucken durch die Nennung von Berufen oder sozialem Stand der dort Bestattete. Wir lesen von Kaufleuten, Oberpostsekretären, Hoflieferanten, Medizinern, Schauspielern und Kammermusikern ebenso wie von hochrangigen Militärs und bedeutenden Baumeistern oder Forstleuten. Heute wird auf diese Tradition fast vollkommen verzichtet. Uns begegnen auch Namen, die bei älteren Schwerinern noch bekannt sind und mit dem Alltagsleben in der Stadt eng verbunden waren.

Dokumente einer Apothekerfamilie

Dokumente einer Apothekerfamilie

 

Momentan verfügt das Archiv mehr als 1500 (analog bzw.digital) Akten über den auf diesem Friedhof Bestatteten mit unterschiedlichem Inhalt. Sehr gerne nimmt der Förderverein Ergänzungen zu seinem Archiv entgegen. Wenn Sie beispielsweise über Fotos, Schriftstücke, Zeitungsartikel, Lebensberichte und Bücher verfügen, die Sie in Kopie oder als Original zur Verfügung stellen können, bereichern Sie damit das Archiv. Auch mündliche Berichte sind willkommen. Rufen Sie uns gerne an, schreiben uns eine E-Mail oder bringen Sie diese einfach in das Feldtor-Cafè am Alten Friedhof.

 

Gleichzeitig steht das Archiv allen Interessierten kostenlos zur Verfügung. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 Elke Steinhausen Mail: elma@steinhausen-germany.de
Mobil: 0174 9094094

Die Bibliothek steckt noch in den Anfängen und verfügt derzeit über 10 Bücher.

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Edmund Schroeder:”SCHWERIN, Skizzen aus einer alten Stadt”, Seite 67

” … daß man eine Stadt nicht kennt, wenn man nicht gesehen hat, wie sie ihre Toten bettet.
Man kann Schlüsse ziehen daraus, ob und wie ein Stadtwesen auf sich hält”.